Ein besonderes Projekt des KIKUSCH Jugendrats fand am 25. Juli 2026 seinen Abschluss: Im Rahmen des Stadtjubiläums „125 Jahre Stadtrechte“ wurden zwei Bronzereliefs an der Stele vor der Sparkasse in Walldorf feierlich enthüllt.
Die beiden Kunstwerke wurden in einem viertägigen Osterferienworkshop entworfen. Aus den gesammelten Ideen entwickelten die Kinder zwei ganz unterschiedliche Reliefs, die zunächst aus Ton gestaltet und anschließend beim Kunstguss-Team Grundhöfer in Niedernberg in Bronze gegossen wurden.
Das erste Relief zeigt die kulturelle Vielfalt Walldorfs und seine internationalen Verbindungen. Neben den Partnerstädten finden sich darauf zahlreiche kulinarische Eindrücke aus verschiedenen Ländern – von Croissants und Baklava über Gummibärchen bis hin zu Mondkuchen. Jedes Kind gestaltete eigene kleine Elemente aus Ton, die anschließend zu einem gemeinsamen Kunstwerk zusammengefügt wurden.
Das zweite Relief nimmt Bezug auf die Geschichte der Stadt. Im Mittelpunkt steht die Urkunde, mit der Großherzog Friedrich I. Walldorf 1901 die Stadtrechte verlieh. Die Zahl „125“, Eichenblätter und Eicheln sowie Tintenfass und Schreibfeder ergänzen das Motiv. Die Darstellung der Eisengallustinte verweist dabei auf eine historische Tinte, die über Jahrhunderte für Dokumente verwendet wurde und vermutlich auch bei der Unterzeichnung der Stadtrechtsurkunde zum Einsatz kam.
Bei der Enthüllung waren zahlreiche Gäste sowie Delegationen aus den Partnerstädten Walldorfs dabei. Nach der Ansprache von Bürgermeister Matthias Renschler richtete auch KIKUSCH-Leitung Elisabeth Kamps einige Worte an die Anwesenden, bevor die Jugendrätinnen das pinke Tuch von der Stele aufwickelten. Damit waren die beiden Bronzereliefs erstmals für alle sichtbar.
Zum Abschluss konnten die Gäste selbst aktiv werden und mit der selbst hergestellten Eisengallustinte einen Eintrag im Gästebuch der KIKUSCH hinterlassen.
Mit den beiden Bronzereliefs sind nun die Ideen und die Kreativität der jungen Künstlerinnen und Künstler dauerhaft im Walldorfer Stadtbild zu sehen. Sie verbinden Geschichte, Gegenwart und die kulturelle Vielfalt der Stadt und bleiben als gemeinsames Kunstprojekt des KIKUSCH Jugendrats über das Jubiläumsjahr hinaus bestehen.













